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Das Konservatorium ist eines der architektonisch herausragendsten Gebäude der Stadt Cottbus. Errichtet wurde es als Neu-und Erweiterungsbau für die seit 1873 bestehende höhere Lehranstalt für Mädchen „Augusta-Schule“, benannt nach der Kaiserin Augusta. Am damaligen Luckauer Wall (heute Puschkin-Promenade) entstand ein umfangreicher Neubau mit Hauptgebäude, Turnhalle und den Hof flankierenden offenen Pausenhallen im Seitenflügel. 1908 wurde zunächst der linke Teil mit dem Dreiecksgiebel errichtet, der Gesamtkomplex war Ende 1911 fertiggestellt und wurde am 5.1. 1912 eingeweiht. Der großzügige Schulbau trägt im äußeren Erscheinungsbild sowie der Innenausstattung Züge des Jugendstils und des Eklektizismus und steht daher seit vielen Jahren unter Denkmalschutz.
Bis 1945 wechselten sich verschiedene Schulsysteme ab( Lyzeum, Oberlyzeum, realgymnasiale Studienanstalt)- jedoch blieb das Haus immer „die Augusta-Schule“,
die Ausbildungsstätte für Mädchen. Nach dem 2. Weltkrieg bis 1982 fungierte es als „Erweiterte Oberschule“.
Die Geschichte des heutigen Konservatoriums beginnt mit der 1952 begründeten „Volksmusikschule“, nachdem bereits in früheren Jahren zweimal musikalische Bildungseinrichtungen mit diesem Titel in Cottbus bestanden hatten. Ihren Sitz hatte die „Volksmusikschule“ über Jahrzehnte in den beengten Räumen der alten „Schreiberschen Musikschule“ in der Berliner Strasse 118/119. 1971 wurde die Musikschule als Bezirksmusikschule Leiteinrichtung für die gesamte instrumentale und vokale Ausbildung im damaligen Bezirk Cottbus. Sehr gute Ergebnisse der Schüler bei Leistungsvergleichen, viele Delegierungen zum Hochschulstudium und die Ausbildung von Tanzmusikern, Chorsängern und Musikerziehern im Nebenberuf in der Lehrgangsabteilung führten zur Verleihung des Titels „Konservatorium“ im Mai 1973.
Mit dem Umzug in das heutige Gebäude an der Puschkin-Promenade 1982 verbesserten sich die Arbeits- und Unterrichtsbedingungen ganz entscheidend. In den Jahren 1985 bis 1990 erfolgte der Ausbau der alten Turnhalle zu einem Konzertsaal mit 300 Plätzen, dessen Prunkstück eine Sauer-Orgel mit 29 Registern und über 2000 Pfeifen ist. Der Saal ist Mittelpunkt eines vielfältigen Konzert-und Veranstaltungslebens. Ein besonderer Höhepunkt war 1993 die Ausrichtung des Bundeswettbewerbs “Jugend musiziert“ im Fachgebiet Gesang.
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